Drei Bäume, von denen die Blätter fallen.

Weiße Trauer – wenn Innenwelt und Außenwelt nicht zur Deckung kommen

Weiße Trauer – wenn Innenwelt und Außenwelt nicht zur Deckung kommen
Dr. med. Ursula Becker

Der Abschied von Menschen mit Demenz ist von einem ganz besonderen Widerspruch gekennzeichnet: ein vertrauter Mensch verändert sich, wird ganz anders, verliert viele seiner bisherigen Fähigkeiten und bleibt doch irgendwie derselbe; anders ausgedrückt verabschiedet er sich von dieser Welt und ist doch noch ganz da.

Solche Abschiedssituationen werden mit dem Begriff der „weißen Trauer“ – der Trauer, die keine sein darf – oder auch als „uneindeutiger Verlust“ beschrieben und gelten als die schwerste Form des Abschieds. Ihre Widersprüchlichkeit auszuhalten kostet ungeheuer viel Energie. Der einzige Weg zur dauerhaften Bewältigung solcher Situationen besteht darin, die situationsbedingte Uneindeutigkeit bewusst anzunehmen und zu leben.

Der Vortrag verdeutlicht und lässt die Teilnehmenden erfahren, was es bedeutet, mit der Uneindeutigkeit zu leben und leitet daraus Empfehlungen für die palliative und hospizliche Begleitung von Betroffenen und sorgenden Angehörigen ab.

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